Die Sächsischen Kletterregeln
Die Sächsischen Kletterregeln - Stand 01.09.2009 hier eingestellt
Am 01. September 2009 wurden folgende Änderungen wirksam:
Quelle: SBB

Änderung Punkt 3 "Erstbegehungen"

Der Sächsische Bergsteigerbund hat wenige aber wesentliche Änderungen der Sächsischen Kletterregeln beschlossen. Damit kommt ein Prozess zum formalen Abschluss, der seit vielen Jahren Kletterer und Gremien des SBB beschäftigte.

Es gab häufig Diskussionen über die Anerkennung neuer Kletterwege, weil die Regeln Interpretationsspielräume bei der Anerkennung ließen. Mit den drei Regeländerungen werden diese Spielräume deutlich beschnitten:

1.

Der seitliche Wegeabstand soll nach beiden Seiten drei Meter nicht unterschreiten. Bei vorübergehender Annäherung an einen bestehenden Weg ist auf eigene Sicherungsringe zu verzichten.

2.

Der Mindestabstand zwischen zwei Sicherungsringen darf drei Meter nicht unterschreiten. Über Ausnahmen muss vor der Durchführung die zuständige Fachkommission des SBB entscheiden.

3.

Soweit neue Kletterwege weniger als die Hälfte Neuland erschließen sollen (z.B. Einstiegs- oder Ausstiegsvarianten zu bestehenden Kletterwegen), muss vorher die zuständige Fachkommission des SBB entscheiden.
Dabei geht es dem SBB nicht darum, die Erschließung an sich zu verhindern, sondern um deren Qualität. Gute Vorhaben sind nicht nur möglich, sondern erwünscht.

Der SBB geht von einer befriedenden Wirkung der Regeländerungen aus, die Konflikte zwischen Erstbegehern und Kritikern - wie z.B. das eigenmächtige Entfernen von Sicherungsringen aus Kletterwegen - künftig vermeiden sollen.

Die Regeländerungen wurden nach Anhörung der Nationalparkverwaltung und weiterer sächsischer Bergsportverbände beschlossen.

Die Regeländerungen treten am 01. September 2009 in Kraft.
 

Schwierigkeitsskalen Klettern
Versuch der Gegenüberstellung der UIAA-Skala, Sächsischen Skala, Französischen Skala, USA-Skala, Englischen Skala und Australischen Skala
aktualisiert 02.01.2013 (weitere Schwierigkeitsgrade hinzugefügt und justiert)

UIAA
1
2
3
3 +
4 -
4
4 +
5 -
5
5 +
6 -
6
6 +
7 -
7
7 +
8 -
8
8 +
9 -
9
9 +
10 -
10
10 +
11 -
11
11 +
12 -
Sachsen
I
II
III
IV
V
VI
VII a
VII b
VII c
VIII a
VIII b
VIII c
IX a
IX b
IX c
X a
X b
X c
XI a
XI b
XI c
XII a
XII b
XII c
Frankreich
 
 
3 b
3 c
4 a
4 b
4 c
5 a
5 b
5 c
6 a
6 a +
6 b
6 b +
6 c
6 c +
7 a
7 a +
7 b
7 b +
7 c
7 c +
8 a
8 a +
8 b
8 b +
8 c
8 c +
9 a
9 a +
9 b
9 b +
USA
5,2
5,3
5,4
5,5
5,6
5,7
5,8
5,9
5,10a
5,10b
5,10c
5,10d
5,11a
5,11b
5,11c
5,11d
5,12a
5,12b
5,12c
5,12d
5,13a
5,13b
5,13c
5,13d
5,14a
5,14b
5,14c
5,14d
5,15a
5,15b
5,15c
England
e (easy)
m (mod.)
d (diff.)
hvd
ms
4 a
4 b
4 c
5 a
5 b
5 c
6 a
6 b
6 c
7 a
7 b
7 c
s
ws
hws
e 1
e2
e 3
e 4
e 5
e 6
e 7
e 8
e 9
e 10
Australien
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36



Schwierigkeitsskala für Klettersteige
KS 1 Abgesicherte trassierte Steige und sehr einfache Klettersteige:
Auf natürlichen Felsbändern oder künstlichen Weganlagen durch stellenweise steiles Felsgelände führende Steige. Sicherungen werden zur Fortbewegung kaum benötigt.
KS 2 Einfache Klettersteige:
Mäßig steiles Felsgelände. Sicherungen (Stahlseile, Trittstifte, usw.) dienen an einigen Stellen zur Fortbewegung.
KS 3 Mäßig schwierige Klettersteige:
Steiles Felsgelände, dass überwiegend durch Stahlseile, Trittstifte oder Eisenleitern gesichert ist. Gesicherte Abschnitte erfordern bereits ein gewisses Maß an Armkraft.
KS 4 Schwierige Klettersteige:
Sehr steiles Felsgelände, streckenweise senkrechte Wandpartien. Meist nur durch Stahlseile, gelegentlich auch durch künstliche Tritthilfen gesicherte, streckenweise sehr exponierte Steige. Diese Anlagen erfordern viel Armkraft.
KS 5 Sehr schwierige Klettersteige, Sportklettersteige:
Streckenweise extrem exponierte und im senkrechten Fels verlaufende, vorwiegend nur durch Stahlseile gesicherte Routen mit spärlichen künstlichen Tritthilfen. Die schwierigsten Stellen erfordern Klettertechnik oder sehr große Armkraft.
KS 6 Äußerst schwierige Klettersteige, extreme Sportklettersteige:
Im Wesentlichen wie KS 5, jedoch sind Tritthilfen nur sehr spärlich oder gar nicht vorhanden. Ferner sehr lange und außergewöhnlich anstrengende Routen. An einigen Stellen ist man weitestgehend auf Armkraft angewiesen und muss sich beim Emporziehen am Stahlseil an trittarmen oder trittlosen, glatten Felspartien mit den Füßen gegen den Fels stemmen.